Simson Tuning - SR50 optimieren Teil II

 

Digitaltacho montieren

Nicht nur der Wunsch der präzisen Geschwindigkeitsmessung bei kleinen Leistungsoptimierungen führt zum digitalen Fahrradtacho, sondern auch ein Tageskilometerzähler ist bei Tankstopps mit bereits gefahrener Kilometerangabe sehr hilfreich. Nebenbei hat man noch die Uhrzeit im morgendlichen Berufsverkehr und ein paar digitale Spielereien. Auch preiswerte Markentachos für 15,- EUR sind sehr genau, solange sie ein festes Kabel zum Sensor haben. Die kabellosen Tachos funktionieren an dem Kleinkraftrad durch die vielen Störquellen (Spulen, Magnetfelder, Metallbleche, Wechselstrom) nicht richtig. Die besten Erfahrungen habe ich persönlich mit den ganz einfachen Modellen von Sigma Sport gemacht.

Tachomontage: Der Tacho selbst ist abnehmbar und wird mit einem Gummiband oder Kabelbindern am Lenker befestigt. Bei dieser Befestigungsart muss man den Tacho aber immer abclipsen und mitnehmen, sonst greift mal jemand anders zu. Besser wäre es, den Tacho fest in die Lenker- oder Armaturenverkleidung diebstahlsicher z.B. mit Heißkleber einzukleben und alle 4 Jahre einmal die Batterie zu wechseln. Dazu müssen natürlich die Knöpfe zum Einstellen des Tachos bedienbar bleiben. Die Reset-Taste an der Rückseite wird ohne Demontage schwer bedienbar sein.

Kabelmontage: Das dünne Kabel ist sehr, sehr empfindlich und muss sauber mit Kabelbindern verlegt werden. Wird es einmal per Gabelbrücken-Lenkanschlag gequetscht, geht der Tacho nicht mehr. Man schneidet die angequetschte Stelle heraus oder nimmt gleich ein dickeres und besser isoliertes, zweiadriges Kabel - zum Beispiel von einem alten MP3 / Walkman-Kopfhörer. Für ganz Genaue gibt es im KFZ-zubehör auch sog. Kabelschläuche, in die man das empfindliche Geberkabel als Schutz einziehen und professionell verlegen kann. Sieht dann aus wie in Serie...

Für die Befestigung des Geber-Magnetstücks muss man sich etwas besonderes einfallen lassen, weil die klassischen Speichen fehlen. Ich habe mir einfach eine einzelne Fahrradspeiche passend gebogen und an einer der Radschrauben mit anmontiert. Der Geber hat sich aber nach kurzer Zeit durch die hohe Geschwindigkeit verabschiedet. Erst ein verstärktes Exemplar mit Schraube ("Sigma Sport Powermagnet" aus dem Fahrradzubehör) hat gehalten. Irgendein anderer Magnet funktioniert übrigens nicht. Es gibt aber im Motorradzubehör Spezialgeber für Sigmatachos, die auf Gussräder geklebt werden können (Polo oder Louis). Der Originaltacho darf übrigens nicht abgebaut werden.

Auch die Befestigungslösung von Olaf auf der nächsten Seite ist eine sinnvolle Lösung.

 

Digitaltacho auf Radgröße einstellen

Der beste Tacho nutzt nichts ohne eine exakte Einstellung des Radumfangs. Un das ist gar nicht so einfach, denn jeder Reifen hat einen anderen Umfang, ist mal mehr, mal weniger stark aufgepumpt und dehnt sich durch die Fliehkraft bei höheren Geschwindigkeiten aus - eben genau dann wenns spannend wird. Ich bin so vorgegangen:

Zunächst wird der Reifen gut aufgepumpt (bei mir 2 Bar), dann habe ich mit dem Zollstock meinen Radumfang 3x gemessen und gemittelt (war bei meinem Heidenau K54 90/90-12 1431 mm). Der Roller wird dazu mit dem Ventil nach unten gerade am Zollstock vorbeigeschoben, bis das Ventil wieder genau unten steht. Will man es ganz genau machen muss man sich auf das Fahrzeug beim Schieben draufsetzen. Noch genauer wird es mit einem Navigationsgerät .

 

Standardübersetzung ändern

Erlaubt ist anstatt des 16er Standard-Ritzels vorne auch ein 15er. Die Endgeschwindigkeit der Simson wird dadurch in der Ebene nur 1-3 km/h langsamer, aber dafür ist der Roller beim Beschleunigen und in bergigen Regionen etwas spritziger. Der Wechsel lohnt sich für Leute, die oft zu zweit fahren, in hügeligen Gegenden wohnen, oder oft schwere Lasten tansportieren. Durch den einen Zahn weniger steigt der Benzinverbrauch nur ganz geringfügig an. Der Übergang vom 1. in den 2. Gang wird sogar etwas harmonischer, allerdings ist der "Erste" dann auch wirklich nur noch zum kurzatmigen Anfahren ohne Geschwindigkeitszuwachs geeignet. Die Sache muss man eigentlich einfach mal ausprobieren...

Für die SR80 gibt es noch einen Trick, mit dem man Geld sparen kann.

 

Teleskopgabel schlägt durch und ist zu schwammig

Die ungedämpfte Seriengabel ist nicht so toll. Sie wird deshalb gerne "Luftpumpe" genannt. Wenn man sich Mühe gibt, bekommt mann jedoch ein Ergebnis hin mit dem man leben- (bzw. auch mal scharf bremsen) kann:

Dreimal habe ich die auffällig primitive Teleskopgabel auseinander montiert. Dreimal habe ich mich über die 70er- Jahre Konstruktion gewundert, weil die Gabel nicht hydraulisch gedämpft wird sondern nur einen hydraulischen Endanschlag hat. Dreimal war ich froh sie wieder zusammengebaut zu haben, denn es war jedesmal eine Riesensauerei, weil das Gabelöl unkontrolliert ausläuft, hinterher die Federn klappern, verstärkte Federn (vom Simson Albatros) definitiv zu lang waren und die Alugewinde der Federaufnahmen schnell überdreht sind. Ehrlich gesagt habe ich die ganze Konstruktion bis heute nicht ganz verstanden: Warum hat man nur solange auf eine simple, hydraulische Dämpfung samt progressiv gewickelter Federn verzichtet und trotzdem eine so aufwendige Mechanik eingesetzt? Das Fahrverhalten selbst ist zwar durch den riesigen Federweg vorn in der Rollerkategorie als absolut überdurchscnittlich zu bezeichen, aber wenn man vorn zwei-dreimal ruckartig bremst schlägt die Gabel gnadenlos durch. Fällt der Roller mit Fahrer(-in) von Ständer in die Federn sind schon die ersten 5cm Federweg verschenkt. Böse Zungen behaupten das sei der "Simsonsche Negativfederweg" (moderner Crossmaschinen). Es ist einfach alles zu schwammig.

1. Meine Erfahrung bisher: Die Federn des Simson Albatros sind zwar 0,2 mm dicker und etwas straffer, lassen die Gabel aber gleichzeitig durch Ihr längeres Einbaumaß (plus 4 cm) viel zu instabil werden. Wird das Vorderrrad ruckartig entlastet, hakelt die Gabel plötzlich gefährlich. Man muss den extrem harten Federstahl deshalb nachträglich um ca. 2 cm mit einer Flex kürzen und baut dann nur noch max. 2 cm längere Federn ein. Der Roller kommt dadurch vorne mehr aus den Federn und vermittelt ein wesentlich stabileres, direkteres Fahrgefühl. Spezielles Dämpfungsöl (ein Schnappsglas pro Holm) kann man übrigens meiner Meinung nach vergessen. Da muss unbedingt etwas Hochviskoses rein, sonst schlägt die Federung durch.

Wer nichts zur Hand hat nimmt einfach dickflüssiges Motoröl zu Schmierung - das ist kalt besser als das oft sehr dünne Gabelöl. Ich habe das Öl dazu noch mit etwas Fett zu einem noch leicht fließfähigem Ölsumpf gemischt und mit Begeisterung in die Holme laufen lassen: Die Gabel wurde träger und dämpft etwas besser als vorher.
Richtig befriedigend ist es leider immer noch nicht - aber besser. Evtl. könnte man die Spaltöffnungen der "Öltauchscheiben" etwas verkleinern, damit die Flußgeschwindigkeit unter Kraft gebremst wird. Oder zwei weiche Endanschläge aus Gummi /Silikon basteln, die ein hartes Durschlagen abbremsen.

2. Zusätzlich gibt es noch einen Trick: An jedem Holm ist oben ein offenes Entlüftungsloch mit einer Kunststoffabdeckung gegen Feuchtigkeit. Mir erschließt sich die Logik dazu überhaupt nicht, denn dadurch raubt man der Gabel das letzte bischen Luftunterstützung. Die Plastikabdeckungen kann man entfernen und mit einem Stopfen richtig dicht machen. So hat man wenigstens die Luft in der Gabel zusätzlich als Dämpfung. Hier setzt mein zukünftiges Vorhaben an: In die Löcher ein Gewinde mit Fahrradvetil rein, die Gabel oben und an den Ventilen mit Silkon abdichten und das Ganze mit einer Fahrradluftpumpe ganz leicht aufpumpen. An meiner japanischen DT80 LC Bj. 1984 hat das als aktive, luftunterstütze Gabel vor 23 Jahren schonmal sehr gut geklappt. Die Frage wäre, ob das die Simson-Simmerringe auch mitmachen. So richtig dicht sind sie trotz Erneuerung schon jetzt nicht. Aber auch ein ganz leichter Mini-Überdruck wirkt schon (Dämpfungs-) Wunder. Leider bremsen übrigens alle Maßnahmen das sensible Ansprechverhalten der von Haus aus zu weichen Telegabel aus. Damit muss man dann leben.

3. Wer es noch härter möchte: Die Federn aus der Honda CX 500 (liebevoll "Güllepumpe" genannt) sollen nach Kürzung passen und sind progressiv gewickelt. Die Honda wiegt allerdings bestimmt 80-100 kg mehr, deshalb ist dasschon die etwas härtere Nummer. Die Federn allein sind neu auch bei Ebay nicht gerade billig - besser ist es sich eine möglichst defekte/krumme Gabel vom Schrott oder eben doch aus der Bucht zu besorgen und die Federn auszubauen. "Rico" hat laut Email mit den CX-Gabelfedern ziemlich gute Erfahrungen gemacht. Von ihm kommt auch der Tipp mit der selbstsichernden Krümmermutter weiter oben. Ich bin übrigens für jeden Tipp per Email von Euch zu dieser Thematik sehr dankbar.

4. Die Marzzochi-Gabel der späteren Gamma Modelle mit Scheibenbremse ist vollhydraulisch gedämpft. Leider ist die Scheibenbremse eines der beliebtesten Nachrüstteile und dadurch samt Gabel nur für viel Geld und Geduld gebraucht zu bekommen. Die Marzzochi-Version passt aber auch an die Trommelbremse, wenn die Gabelbrücken oben und unten mit ausgewechselt werden (der Durchmesser der Marzzochi-Standrohre ist soweit mir bekannt ist wohl etwas dicker). Ob die Montage ABE-mäßig erlaubt ist sei dahingestellt. Gabel und Bremse sollen jedenfalls um Lichtjahre besser sein als die Simson 70er-Jahre Konstruktion.

Habt Ihr noch mehr Tipps zur Telegabeloptimierung? Schreibt einfach Email an mich - wäre super!

 

BVF Vergaser versus BING-Vergaser

Der gut 55,- EUR teure BING Vergaser ist das offizielle Ersatzteil für alle Simson SR-Roller. Der BING Vergaser muss streng genommen laut dem beiliegenden Gutachten eingetragen werden - man ist sich über diese teure Pflicht allerdings nicht ganz einig. Mein Simson-Händler sagte mir, dass das Quatsch sei. Seit neustem werden auch die BVF-Vergaser wieder fabrikneu angeboten, haben aber wohl nicht die Qualität der alten Simson-Vergaser.

Macht der Motor Zicken, springt er mit dem BING Vergaser noch immer gut an und hält sein Standgas, während man mit dem BVF schon anschieben - und an der Ampel ständig mit dem Gas spielen muss. Ein BVF Vergaser setzt einfach einen 100%ig dichten Motor voraus, bei 20 Jahre alten Motoren nicht immer ganz einfach. Der BING läuft z.B. auch mit leicht defekten Kurbelwellensimmerringen noch, während der BVF dann kein Gas mehr annimmt. Weiterhin kann man beim BING das Standgas kinderleicht direkt durch die Gasschieberhöhe einstellen. Der BVF hat ein eigenes Standgasdüsensystem welches ab Werk bei den neueren Versionen verplompt ist und schwieriger einzustellen. Die 16N 3-2 Sparvergaser - Versionen sollten auch regelmäßig gereinigt werden - Details dazu unter MZ.

Die Schwimmerhöhe verstellt sich gerne und muss dann an der Messing-Blechlasche des Schwimmers neu einjustiert werden, sonst läuft der Motor zu fett oder zu mager. Der Motor nimmt beim BING auch etwas spontaner Gas an und dreht aus dem Drehzahlkeller schneller hoch. Die Kaltstartwilligkeit steigt. Ein von außen zugänglicher Kraftstoff-Filter schützt zusätzlich vor Verstopfungen. Klingt alles traumhaft - aber:

Der Einbau des BING-Vergaserflansches mit seinem sehr quetschempfindlichen O-Ring in dem engen SR-Rahmen ist etwas fummelig. Die Bowdenzüge müssen ein paar mm weiter von der Außenhülle befreit werden, ohne die Innenzüge zu zerstören. Die Stehbolzen werden aus dem Zylinder mit einer zweiten, gekonterten Mutter herausgedreht. Und ganz dicht war der nagelneue Vergaser ab Werk zumindest bei mir auch nicht. Ich würde einen gut laufenden BVF-Vergaser keinesfalls einfach gegen einen BING tauschen, denn der BING hat nur 15 statt 16 mm Durchlaß. Durch den Milimeter mehr steigt laut Forum die Drehzahl rechnerisch um ca. 200 U/Min. Bei 7000 U/min ist das zwar kaum zu spüren - für das allerletzte km/h bei der Endgeschwindigkeit ist der BVF daher marginal besser, 100%ig eintragungsfrei und eben das Original. Aber der BING ist eben viel alltagstauglicher.

 

Schaltung hakelt und ist unpräzise

Andreas Email schreibt mir: "Um die Präzision beim Schalten deutlich zu verbessern, schneide ich ein Gewinde M8 (passt genau) auf die beiden Aufnahmezapfen für das Verbindungsgestänge, anschließend kann man dann das Gestänge schön (mit je einer U-Scheibe davor und dahinter) mit einer selbstsichernden Mutter verschrauben und auch das Spiel ganz fein justieren!"... Danach soll sich der SR unglaublich präzise schalten lassen. Außerdem rappelt die Schaltstange nicht mehr lautstark durch die Gegend - siehe oben Fotos links.

Nachtrag: Bei Ebay gibt es manchmal ein sündhaft teures Schaltgestänge für den SR mit leichtgängigen Kugelgelenken leider in "Prollbremsattelrot-Golf-123" lackiert. Die Konstruktion sieht brauchbar aus, aber der Herr Konstrukteur lässt nicht gern mit sich verhandeln. Bei dieser Lösung müssen die Bolzen des Schaltgestänges aus den Originalteilen ganz rausgebohrt und durch Schrauben ersetzt werden. Dafür macht es einen sehr wartungsarmen Eindruck. Aber der Preis ...

 

Bleigel Batterie / wartungsfreier Akku für den Simson

Ein Bleigelakku ist wartungsfrei, hat eine geringere Selbstentladung und hält erheblich länger als normale Simson Batterien. Die Umrüstung auf eine Gelbatterie ist beim 12V Simson SR50 dank der elektronischen Lade- und Blinkeinheit Elba kein großes Problem. Lediglich die Außenmaße meiner wartungfsfreien 5Ah Batterie waren kleiner, da sie für moderne Roller gemacht wurde (Urprünglich: 12V 5,5Ah | Maß 121 x 61 x 131mm, DIN 12N5-3B (50512). Um die Gelbatterie an der Simson mit dem ursprünglichen Riemen verspannen zu können, muss sie z.B. mit einer Moogummiplatte oder ähnlichem 4-5 cm höher gesetzt werden. Wer sich ständig über eine leere (aber neue) Säure-Batterie ärgert, sollte mal eine Gel-Batterie ausprobieren, wahrscheinlich sind die Kapazitäts-Probleme damit dauerhaft verschwunden.

 

Simson SR50 Sitzbankhalterung optimieren und Tankscharnier entlasten

Die SR50 Sitzbankhalterung ist etwas zu schwach konstruiert und kann nach längerer Nutzung abbrechen. Die Folgen sind nicht nur eine wackelige Sitzbank, sondern ein undichter Tank, der aufwendig geschweißt werden muss und sowieso schon gerne rostet. Deshalb ist es einfacher rechtzeitig zusätzliche Sitzbankstützen zur Entlastung des Tankscharniers zu montieren. Dazu habe ich vier ca. 15mm hohe Anschlagpuffer aus dem Baumarkt auf dem sauberen Simson Tank verklebt. Die Sitzbank liegt sauber darauf auf. Netter Nebeneffekt: Das subjektive Fahrgefühl wird stabiler - nichts wackelt mehr. Siehe auch Lösung von Olaf

 

Spiegel vibrieren

Ralf schreibt mir: Die Mz-Spiegel können nach einer Gewindevergrößerung (von M8 auf M10) natürlich auch verwendet werden. Der Vorteil: MZ-Spiegel sind nahezu vibrationsfrei im Gegensatz zu den dürren M8-Stangen.

 

VAPE-Zündung

Als Nachrüstset ein teurer Spaß: Die sogenante VAPE-Zündung wurde zum Schluß serienmäßig in den letzten Simson Modellen (in den letzten Mokicks von 2001- danke Rainer S. für den Hinweis) verbaut und gilt als das "legale Tuningteil" schlechthin. Der Spaß kostet ca. 150,- und sollte (soweit mir bekannt ist) eigentlich auch in die Papiere eingetragen werden. Dafür erhält man eine leistungsfähige Lichtmaschine, die eine hohe Wattzahl liefert. Einem nachträglichen Anbau eines Halogenscheinwerfers mit richtig Foffo (H4 oder H7 mit ca. 45W) steht dann (bis auf die weiteren Anschaffungskosten) nichts mehr im Weg. Die Lichtmaschine liefert darüber hinaus auch einen sehr präzisen und kräftigen Funken, der den Benzinverbrauch etwas senkt und eine Zündkerze auch mal 14.000 km am Stück halten läßt.

Jüngere Fahrer(-innen) freuen sich über die sehr spontan-sportliche Gasannahme durch ein wesentlich leichteres Polrad. Der Motor dreht beim kurzen Gasstoß sofort hoch. Ein weitere Vorteil gegenüber den Kontaktzündungen ist natürlich die absolute Wartungsfreiheit und eine relativ lange Lebensdauer. Einmal installiert kann man Zündprobleme praktisch vergessen. Hier der Einbau mit Fotos und meine Erfahrungen


Kickstartergummi fällt immer ab

Hier habe ich einfach einen schmalen Kupferdichtring genommen, 3 mm mit dem Seitenschneider rausgezwackt, dann den offenen Ring um den Kickstarter gelegt, das Gummi zurückgedrücht und den weichen Kupferring mit der Wasserpumpenzange als Sicherung zusammengedrückt. Das Gummi fällt dann nicht mehr ab. Nachtrag: Ein neues, stramm sitzender Gummi von MZA für ein paar Cent tuts übrigens auch (hält aber nicht lange).

Dazu schreibt mir Daniel: "...Die Gummis von MZA sind Schrott. Besser ist es einen Druckluftschlauch aus dem LKW- Anhängerbereich zu nehmen, auf die Länge des Gummis zu schneiden und mit etwas Seifenwasser auf den Kickstarter zu drücken. Das geht sehr schwer wegen der Gewebeverstärkung, hält dafür aber ewig. Ist dann zwar nicht gerippt für die Optik aber bei mir schon 10000km im Einsatz ohne Problem."