MZ Bücher und Literatur

 

Bücher über die MZ ES 250/2 und MZ ES 175/2

Gerade MZ-Motorräder können ohne Werkstatt und Spezialwerkzeug selbst sehr gut repariert werden ... wenn man weiß wie es geht, welche Dichtungen wohin kommen, welche Maße bestimmte Teile haben müssen. Ohne Reparaturbuch geht es auch bei MZ nicht. Hier eine Auswahl an MZ-Schrauber-Literatur:

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MZ ES 250 /175 /2 DDR Reparaturanleitung,MZ Bedienungsanleitung, MZ Ersatzteilkatalog aus der DDR. Einfach gebundene Kopie-Broschüren von 1967, erhältlich in vielen MZ-Oldtimer-Onlineshops für viele MZ-Modelle. Die Originalausgabe gibt es gebraucht noch bei Ebay, allerdings ist das kein billiger Lesespaß. Die Anleitungen sind auch kostenlos zum selbst ausdrucken im Internet erhältlich - siehe MZ Links. Man kann sie dann in der Werkstatt mit Ölfingern gleich schön einsauen ... Wie auch immer, um diese alten Ausgaben kommt man als MZ Schrauber|-in einfach nicht herum!

Das MZ-Schrauberbuch - in Fachkreisen auch einfach nach dem Namen des Autors und MZ-Kenners Dirk "Wildschrei" bekannt, ist meiner Ansicht nach eines der besten MZ-Reparaturbücher. Es behandelt alle MZ-Serien ES, TS, ETZ und die Gepannmodelle. Dabei ist es sehr amüsant geschrieben und gibt tolle Tipps, auf die man selbst wohl nie kommen würde. Trotz ein paar technischen Unstimmigkeiten ist dieses MZ-Buch meine absolute Empfehlung. Zusammen mit den DDR-Reparaturanleitungen oben reicht dieses technische Werk zur MZ-Instandsetzung bzw. MZ-Verbesserung schon völlig aus.

Das ebenfalls gelbe Buch "Wie helfe ich mir selbst" von Neuber / Müller ist das klassische MZ Standardwerk. Verfasst von zwei technisch versierten Ingenieuren Anfang der 80er Jahre, ist es naturgemäß trockener geschrieben als "der Wildschrei" oben. Inhaltlich kann es jedoch überzeugen.
Leider ist es mittlerweile eine Rarität und dementsprechend teuer, da neu nicht mehr zu bekommen. Ebay ist die richtige Adresse, um ein gebrauchtes Exemplar zu ergattern. Bitte auf das Herausgabejahr achten, die ES-Modelle fehlen schon in der zweiten überarbeiteten Ausgabe von 1985. Aber auch diese Ausgabe ist für echte Fans hochinteressant.

Das Büchlein "Ich fahre eine MZ" ist eine Neuauflage der DDR-Ausgabe und behandelt die kleinen und großen Serien der MZ ES und ETS. Es beschäftigt sich mehr mit dem Alltagsumgang als mit technischem Know-how der alten MZ-Motorräder. Inhaltlich wirklich nur leichte Kost ohne Tiefgang, aber ganz amüsant zu lesen, da aus der guten, alten Zeit.

 

MZ Young- und Oldtimer

 

Das MZ Kultbuch ist schon über 10 Jahre alt und ein sehr, sehr schönes MZ Bilderbuch, beginnend in den 40er Jahren bis zu den letzten produzierten Motorrädern Kiloeme, Baghira usw.
Die reißerischen, werblichen Texte sind inhaltlich kaum auszuhalten, heute für mich ein klares Indiz mit dafür, warum MZ mit einem solchen Selbstbild am Markt dann scheiterte. Bei der Bildaufbereitung hat sich die Werbeagentur aber wirklich richtig Mühe gegeben. Ich habe das Buch noch im Januar 2012 neu im Schloß Wildeck in Zschopau kaufen können, ansonsten sind gebrauchte Exemplare im Umlauf. * * * Für MZ-Fans ein Muss! * * *

 

In der Serie "Typenkompass" sind bisher zwei Bücher erschienen, die eine ziemlich gute Modellübersicht geben: Zum einen die Ausgabe "DDR-Motorräder", die sich primär mit Simson, Awo, IWL und DDR-Wettbewerbsfahrzeugen seit 1945 auseinandersetzt.
Zum anderen eine spezielle MZ-Ausgabe, die alle MZ Modelle von 1950 bis heute auflistet und stichwortartig beschreibt. Beide Bücher sind noch neu zu bekommen und vor allem für die jenigen interessant, die sich erstmal einen Überblick über alle MZ-Motorräder und andere DDR Old- und Youngtimer auf zwei Rädern verschaffen wollen.

"Motorräder aus Zschopau" aus dem Delius Klasing Verlag beschreibt die Marken- & Modellentwicklung, Sport und Zeitgschichte der sächsischen Zweiräder aus den frühen 20er Jahren bis heute. Auf 160 Seiten werden liebevoll recherchierte Hintergrundinformationen Preis gegeben. Dieses Buch ist etwas für MZ-IFA-DKW-Motorrad-Sammler und Oldtimer-Zweirad-Fans, denen technische Daten allein nicht ausreichen. Letztere sind übrigens tabellarisch aufgeführt.

Die Schrader-Typen-Chronik IFA-MZ 1959-1991 zeigt die gebauten MZ-Modellreihen und geht gleichzeitig auf die MZ-Firmengeschichte ein. Neben zeitgenössischen Fotos, alten Zeichnungen und kurzen Texten werden auch sehr viele Prospekte von damals gezeigt. Sogar die seltenen MZ-Wettbewerbsmaschinen sind aufgeführt. Wer sich nicht nur für ein bestimmtes Modell von MZ interessiert, sondern sich einen kurzen MZ - Überblick verschaffen möchte - meine Empfehlung.

"DDR Motorradklassiker" ist eine großformatige Foto-Sammlung von alten MZs, die professionell mit Fahrer-|innen in Szene gesetzt wurden. Die riesigen Bilder sind zwar sehr schön, wirken teilweise aber leider etwas gestellt. Dafür entschädigen flüssig geschriebenen Geschichten zu den einzelnen Motorrädern auf amüsante Weise. Wer über MZ wirklich etwas wissen will ist hier fehl am Platz. Wer aber schon alles über MZ-Klassiker weiß liest hier genau richtig. MZ-Oldtimerfans sollten nicht lange überlegen.

 

Weitere Motorrad Literatur - nicht nur über MZ

Ausstellungskatalog Motorradmuseum im Schloß Augustusburg. Auf über 100 Hochglanzseiten zeigt dieses Buch nochmal alle Highlights der Motorrad- Austellung. Perfekt ausgeleuchtete Bilder der Exponate, interessante Texte mit Zusatzinformationen über Vorkriegsmaschinen, Nachkriegs-Motorräder, Britische Motorradmodelle, NSU, DKW, BMW, MZ und vielem mehr. Eindeutige Kaufempfehlung für jeden Museumsbesucher falls noch erhältlich.

 

"Der Kupferwurm" und "Besser machen" von Carl Hertweck sind zwei Klassiker in einem Band. Der Wälzer ist Ende der 50 Jahre geschrieben worden und für Fans alter Motorräder eine Art Pflichtlektüre. Die Spannbreite des damaligen Schrauberwissens ist schlicht atemberaubend. Endlich erfährt man alle Dinge über einfache Motoren, Antriebe, Fahrwerke und Oldtimer-Elektrik, die heute längst in Vergessenheit geraten sind. Dieses Buch ist für fortgeschrittene Zweiradbastler, die alles ganz genau wissen möchten. Der Schreibstil wirkt nach 50 Jahren naturgemäß etwas schräg.

Das Praxishandbuch "Motorradrestaurierung" von Jürgen Nöll zeigt Schritt für Schritt, wie man schrottreife Motorrad-Oldtimer wieder dauerhaft zum Leben erweckt. Neben der für den Kauf wichtigen Werteinschätzung werden technische Instandsetzung, Elektrik, Oberflächenversiegelung bzw. -Veredelung, Lackierung und Linierung bishin zur ersten Probefahrt erläutert.
Leider zeigt das Buch nur geleckte Bilder fertig restaurierter Teile. Öltriefender Schmutz, verharzte Vergaserverkrustungen, von Rostfraß durchlöcherte Bleche usw. - sprich die Wahrheit über den schmutzigen und mühseligen Prozess einer Oldtimerrestauration werden vertuscht.


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